Abbildung iPhoneMein Smartphone ist eine Fundgrube – leider auch für Apps, die so hilfreich sind wie Heizdecken im Hochsommer. Und ungefähr genauso oft zum Einsatz kommen.

Aufmerksam geworden bin ich auf diese miesen, kleinen Batteriefresser, die in unauffälligen Ordnern auf den hinteren Displayseiten meines iPhones schlummern, durch einen Aufruf zur Blogparade von Daniel Rehn: Zeigt her eure Apps!

Eigentlich wollte ich dieser Einladung sofort folgen und über meine liebsten mobilen Begleiter bloggen. Über Apps, die das Leben bereichern und die Arbeit leichter von der Hand gehen lassen. Vorher muss ich allerdings die virtuelle Abstellkammer meines Handys entrümpeln.

Auf zum digitaler Kehraus!

Mein digitaler Kehraus beginnt bei diversen Video- und Fotoprogrammen mit zweifelhaften Namen wie Color Splash oder Photoboost – in Zeiten von Instagram definitiv entbehrlich. Es folgen mehrere Sammlungen grausiger Displayhintergründe, bemerkenswert viele Telefonverzeichnisse, Zip-Code-Finder und die „Gelbe Seiten“-App. Letztere muss auf meinem Handy gelandet sein wie früher die Papierversion in meinen Briefkasten – irgendwie selbständig.

Anschließend entledige ich mich einer Wasserwage, eines Winkelmessers und mehrerer Lineale. Apps, die möglicherweise praktisch, aber offensichtlich für handwerklich aktivere Menschen programmiert sind. Ein bisschen wehmütig ist mir beim Anblick meines „Reise“-Ordners zumute: Apps ferner Städte, lokale B&B-Verzeichnisse und Travel-Guides wecken Erinnerungen an Destinationen vergangener Urlaubstage. Gelöscht.

Bedauerlicherweise noch nie benutzt habe ich den wunderschön gemachten Nabu-Vogelführer, der helfen soll, heimische Piepmätze anhand von Schnabel, Flügel und Beinfarbe zu bestimmen. Vielleicht bin ich doch eher ein akustisch orientierter Mensch? Aber Vogelstimmen erkennt die App leider nicht. Ab der vierten Bildschirmseite steigt der Trash-Faktor: Eine nervtötende Vuvuzela-App, drei Taschenlampen und ein Metall-Detektor (!?!) fallen meiner Löschwut zum Opfer. Durchatmen. Jetzt kann ich mich endlich meinen Lieblings-Apps widmen.

Apps, die ich wirklich regelmäßig nutze

Im Arbeitsalltag sind das vor allem Dropbox, mein Speicherplatz im Web, der mir jederzeit und überall Zugriff auf wichtige Dateien erlaubt, Evernote für To-Do-Listen, Merkzettel und Ideenspeicher, die automatisch synchronisiert werden, neu.Annotate, ein komfortabler PDF-Reader, mit dem man Dokumente auch ganz einfach mit Notizen versehen kann, und mite.go, mein mobiler Zugang zum besten aller Zeiterfassungsprogramme.

Unterwegs vertraue ich auf den DB-Navigator samt Ticket-App, Flinkster und MyTaxi. Leider vermisse ich noch immer eine nutzerfreundliche App für den Berliner Nahverkehr – bis dahin lebe ich mit Fahrplaninfo.

Twitter behalte ich mit Tweetdeck im Auge – aus Gewohnheit. Durch G+ scrolle ich gerne mobil, obwohl ich dort wenig aktiv bin, und auch XING besuche ich am liebsten via App.

Und zum Abschluss noch zwei Programme, die ich gerne promote, weil ich sie richtig gelungen finde: Der Museums-App-Klassiker NRW-Forum (Update: App nicht mehr erhältlich) besticht durch perfektes Design und ist auch jenseits des Museumsbesuchs informativ, allein Videoblog und Audioguide lohnen den Download. Die Mauer-App navigiert Interessierte zu Überresten der Berliner Mauer, viele historische Fotos und O-Töne inklusive.

Jetzt sind Sie dran – welche Apps nutzen Sie am liebsten?